Über diese Website

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Auf diesen Seiten teile ich sporadisch meine Gedanken und Erfahrungen zum christlichen Glauben mit. Anfangs habe ich die Texte nur für mich selbst aufgeschrieben, aber es heißt ja, als Christ soll man Zeugnis geben von seinem Glauben, und da ich mich schriftlich besser ausdrücken und mitteilen kann als mündlich, habe ich mich entschieden, das mal in Blog-Form zu versuchen. Vielleicht nützt oder hilft es ja dem Einen oder Anderen. Wer mag, kann mich gerne über die Kontaktfunktion anschreiben.

Die Beiträge in diesem Blog sind folgenden Themen zugeordnet, die sich auch oben im Menü oder auf der rechten Seite (auf Smartphones unten) unter Beitragsthemen einzeln anwählen lassen:

  • Essays – kurze Aufsätze zu christlichen Themen
  • Gedanken – persönliche Gedanken zu Glaubensfragen
  • Irrwege – Sackgassen meiner spirituellen Suche
  • Träume – Träume mit (meist) christlichem Bezug
  • Zeichen – Wie Gott sich mir mitteilt

Über den Autor

Ich (m, alleinstehend) habe erst relativ spät – mit 51 Jahren – zum christlichen Glauben (zurück-)gefunden. Zurück deshalb, weil ich als Kind schon einmal an Gott geglaubt habe, was dann allerdings irgendwann – wann genau, das kann ich gar nicht mehr sagen – nachgelassen hat. Es gab halt andere Interessen und Hobbys.

Mein „christlicher Werdegang“

Ich war sozusagen schon immer ein „Suchender“. Schon seit meiner Jugend suchte ich nach Antworten auf Fragen nach dem Sinn von Leben und Sterben, nach dem Woher und Wohin des Menschen, nach dem Sinn der Existenz. In der katholischen Kirche konnte ich diese Antworten nicht finden. Ich hatte zwar einen „Kinderglauben“, aber das verlor sich mit der Zeit, und später, als die Kirchensteuer begann, sich im Portemonnaie bemerkbar zu machen, trat ich aus der Kirche aus. Doch meine Fragen blieben, und so begann ich, mich mit Esoterik, Grenzwissenschaften und dem sog. Okkultismus zu befassen, suchte nach Antworten im Buddhismus und (Neo-)Advaita, übte mich in Meditation (Zen), denn ich sehnte mich auch nach transzendenten Erfahrungen, suchte „Erleuchtung“ und wollte das im Erfolgsfalle dann auch an andere weitergeben. Irgendwann (leider erst sehr spät) musste ich mir aber eingestehen, dass mich meine jahrzehntelange Suche keinen einzigen Schritt auf dem Weg zur Erkenntnis des „Göttlichen in mir“ weitergebracht hatte. Ende 2018 beschloss ich daher, einen „Cut“ zu machen und alles Bisherige hinter mir zu lassen und von nun an Jesus Christus zu meinem alleinigen Herrn und zum Mittelpunkt meines Lebens zu machen.

Was war passiert? Wie kam es zu dieser plötzlichen Kehrtwende?

Im November 2018 hörte ich zufällig auf „ERF plus“ eine Sendung zum Thema „Übernatürliches“ und dachte: „Huch, so etwas auf einem christlichen Radiosender?“ Ich wurde neugierig und hörte von da an häufiger diesen Sender. Dort erzählten Menschen auch, wie ihnen – meist in einer Krisensituation – Jesus begegnet war, und wie diese tiefgreifende und meist sehr emotionale Erfahrung ihr Leben grundlegend verändert hat. Diese Geschichten haben mich sehr berührt, und ich sagte mir: „Das ist es, genau das will ich auch! Wenn ich gewusst hätte, dass es wirklich möglich ist, eine persönliche Beziehung zu Jesus Christus zu haben, die auch tatsächlich real erfahrbar ist und sich nicht nur in der Phantasie abspielt, dann hätte ich mich doch nie mit dem ganzem Esoterik-Kram abgegeben…!“

Kurz darauf habe ich dann Jesus „mein Leben gegeben“ (wie man so schön sagt) und nach und nach alles, was mit meinem „alten Leben“ zu tun hatte (Bücher, Zeitschriften, Gegenstände, die mit Spiritualität, Esoterik, etc.), im Müll entsorgt. Und auch von einem Verein, der sich mit grenzwissenchaftlichen – oder besser gesagt, mit okkulten – Themen beschäftigt, und in dem ich mehr als 30 Jahre lang auch im Vorstand aktiv war, habe ich mich getrennt. (Ursprünglich hatte ich zugesagt, meine Aufgaben dort noch bis Ende 2019 weiterzuführen, aber der Heilige Geist hat mir wohl geholfen, dass ich das noch kurz vor der Taufe ganz beenden und „Reinen Tisch“ machen konnte.)

Was hat sich seitdem (seit meiner Bekehrung) verändert?

Ein spektakuläres Bekehrungserlebnis, so wie man das in den vielen Bekehrungsgeschichten lesen und hören kann, hatte ich leider nicht. Ich habe aber gemerkt, wie meine Sehnsucht nach Gott und meine Liebe zu ihm stetig gewachsen ist und dass er sogar Anteil an meinem Leben nimmt, etwa indem er mich in meinem Leben führt, indem er mir durch die Bibel Zeichen und Antworten auf konkrete Fragen gibt, mir Mut zuspricht oder indem er auf Gebete zur Linderung von Schmerzen reagiert.

Auch habe ich festgestellt, dass sich mein Medienkonsum geändert hat, z.B. schaue ich kaum noch Fernsehen, und wenn, dann meist Bibel-TV, ich höre christliche Musik statt New Age und Elektronik oder Predigten statt esoterische und grenzwissenschaftliche Podcasts. Außerdem besuche ich Gottesdienste, Hauskreise, und andere Gemeindeaktivitäten, habe morgens eine „stille Zeit“, in der ich bete und in der Bibel lese, und auch während des Tages rede und bete immer wieder zu Gott … eigentlich dreht sich mein ganzes Denken und Wollen nur noch um IHN.

Gefühlt bin ich immer noch ganz am Anfang meines Weges mit Gott, aber ich weiß, dass Er es ist, mit dem ich zukünftig durchs Leben gehen will, denn ich weiß, Gott ist pure Liebe und er wünscht sich nichts mehr, als uns zu heilen und zu befreien und eine liebende Beziehung zu uns Menschen zu haben. Wir brauchen nur noch „Ja“ zu seinem Angebot zu sagen…

Am 28. Juli 2019 habe ich mich dann (erneut) taufen lassen. Diesen Wunsch hat Gott wohl selbst in mein Herz gelegt, denn noch wenige Wochen zuvor hatte ich eine erneute Taufe für mich selbst gar nicht in Betracht gezogen, denn ich wurde ja schon als Baby getauft. Aber ich spürte einfach, dass das jetzt der nächste Schritt ist, den Gott mit mir zusammen gehen will. Und ich freue mich einfach auf das, was Gott noch so alles für mich bereithält und mit mir vorhat!

Klingt irgendwie zu einfach?

Der obige Bericht zu meinem „christlichen Werdegang“ entstammt im Großen und Ganzen meinem öffentlich vorgetragenen Taufbekenntnis. Was hier in knappen Worten wiedergegeben ist, ist natürlich nur die „Essenz“ meines Weges zu und mit Gott. In Wirklichkeit war meine Entscheidung für den christlichen Glauben ein Prozess, der weiterhin andauert und der auch mit vielen kritischen Fragen verbunden ist, die zum Teil auch heute noch offen sind, die ich aber für mich erst einmal so stehenlasse. Glauben bedeutet für mich in erster Linie Vertrauen, ein vorbehaltloses Sicheinlassen auf Gott, auch wenn ich noch nicht so genau weiß, was mich erwartet oder wo mich dieser Weg einmal hinführen wird. Obwohl ich nun zu Gott gefunden habe, fühle ich mich noch lange nicht „angekommen“ – ich würde Gott gerne noch viel realer in meinem Leben erleben und die Beziehung zu ihm noch viel mehr intensivieren. Es ist weiterhin ein Prozess, der auch von Phasen des Zweifelns begleitet wird. Die Beiträge in diesem Blog, in denen ich kein Blatt vor den Mund nehme, machen dies vielleicht deutlicher als in obiger kurzer Zusammenfassung.

(Stand: Oktober 2019)