Kehrtwende

Kehrtwende

Ein neues Leben: Gottes Rufen scheint mich nun endlich erreicht zu haben.

Sonntag, 6. Januar 2019

Inzwischen hat sich bei mir Einiges getan – oder war es Gott, der es getan hat? Sylvester habe ich meine ganzen esoterischen und „spirituellen“ Bücher, Zeitschriften und Aufzeichnungen entsorgt – einen ganzen Umzugskarton voll. (Da die Papiercontainer an den Wertstoffinseln nach dem weihnachtlichen Konsumrausch überquollen, musste ich den Karton leider zu den anderen daneben stellen.) Der Buddha auf meinem kleinen „Hausaltar“ wich einem selbstgebastelten Kreuz aus Holz, ich betete oft und bat Jesus immer wider, in mein Leben zu kommen, und sagte ihm, wie leid es mir tut, dass ich bisher den Ruf Gottes nicht gehört habe und in falschen Richtungen gesucht habe. Ich wollte mich von nun an nur noch von ihm leiten lassen. Ich glaube, letzten Donnerstag (3.1.) hat es dann „gezündet“, denn ich fühlte mich am darauffolgenden Freitag „wie auf Wolken“ und wusste, dass Jesus mich gehört hat.

Alles, was ich bisher gemacht habe, um zu Gott zu finden, war ein Irrweg gewesen: meine vielen Versuche, mittels Meditation zur Erleuchtung zu gelangen; Gehirnwellen-Synchronisation mittels Audiotechnik; Mind-Machines; die Keshe-Technologie, von der ich mir Heilung versprach – und natürlich das große Thema Tonbandstimmen, das mich nun schon seit über 30 Jahren begleitete. Mich von der Keshe-Sache zu trennen, fiel mir leicht; bei den Tonbandstimmen ist es schwieriger, weil ich hier vereinsmäßig stark eingebunden bin durch die Redaktion der Vereinszeitschrift, die Mitgliederverwaltung, die Betreuung der Website und des Diskussionsforums sowie durch die Betreuung der Tagungstechnik zweimal im Jahr. Ich weiß, dass ich mich davon trennen muss und dass dies vielleicht sogar die Weiterexistenz des Vereins bedrohen könnte, aber wenn ich meinen Weg mit Jesus gehen will, dann muss es sein, zumal ich es nicht länger mitverantworten will, dass durch diese Sache weiter Menschen in die Irre geleitet und von Gott weggeführt werden. Als ersten Schritt habe ich daher gestern und vorgestern alle Unterlagen zum Thema Tonbandstimmen, die ich nicht für die unmittelbare Vereinsarbeit benötige, entsorgt (ca. 6 Aktenordner, jede Menge Zeitschriften, CDs und Videos, alle meine Audiocassetten mit Einspielungen und die Aufzeichnungen dazu). Es wird wohl ein längerer Prozess werden, mich vom Verein zu lösen – nicht weil ich noch mit dem Herzen daran hängen würde, sondern weil ich die Leute im Verein, mit denen ich jahrzehntelang zu tun hatte, nicht vor den Kopf stoßen möchte. Ich denke aber, dass ich innerhalb dieses Jahres mit der Vereinsarbeit aufhören werde.

Ich danke Gott, dass er mich während meiner jahrzehntelangen, fehlgeleiteten Suche auf Irrwegen vor Schaden bewahrt hat. Was habe ich nicht alles ausprobiert, um z.B. „mein Bewusstsein zu erweitern“, meine „Sensitivität zu steigern“, etc. und was war ich verzweifelt, weil mir das nie gelungen war. Jetzt weiß ich, dass Gott immer bei mir war und nicht zugelassen hat, dass ich okkulten Mächten ausgeliefert werde, und dass er geduldig gewartet hat, bis ich seinen Ruf höre und zu ihm finde.

Ja, Gottes Rufen scheint mich im 51. Lebensjahr nun endlich erreicht zu haben – ich weiß auch nicht, warum das so lange gedauert hat. Vielleicht möchte er an mir „ein Exempel statuieren“? Denn wenn jemand wie ich, der sich fast sein ganzes Leben lang für eine (falsche) Sache eingesetzt hat, auf einmal zu Gott findet, dann muss doch etwas daran sein. Und ich wäre in der Tat auch bereit, vor anderen Zeugnis für Gott abzulegen, allerdings bin ich derzeit noch nicht soweit. Ich habe Gott zwar in meinem Herzen, aber der Verstand spielt noch nicht so ganz mit. Ich hoffe aber, dass sich das mit Gottes Hilfe ändert und ich dann auch etwas „vorzuweisen“ habe, mit dem ich andere ebenfalls von der Größe Gottes überzeugen kann. Beispielweise indem er denen, die an ihn glauben und ganz auf ihn vertrauen, Heilung schenkt. Denn wenn man Jesus beim Wort nimmt (z.B. in Markus 16, 15-18), dann sind Heilungen auch heute noch möglich – und zwar JEDEM, der an ihn glaubt und der Gott darum bittet. Ich hatte mich bereits 1987 mit Geistheilung befasst und den starken Wunsch verspürt, diesen Weg zu gehen, um Menschen zu helfen, allerdings hätte es dann so ausgesehen, als würde der menschliche „Heiler“ heilen oder zumnidest wesentlich dazu beitragen, während in Wirklichkeit doch Gott der einzige wahre Heiler ist. Ihm allein zu Ehren, und als Zeichen für seine Größe, und um den Glauben der Menschen zu stärken, sollte Heilung durch den Geist geschehen. Es gibt seit einiger Zeit auch in Deutschland sogenannte „Heilungsräume“ oder auch „Healing Rooms“, darunter auch einen in München, die genau dies praktizieren. Heilung als Mittel zur Evangelisation sozusagen. Nächsten Montag (also morgen) werde ich dort mal einen Besuch abstatten – „Zipperlein“ hätte ich genug, und eins davon hatte ich bisher vergeblich versucht, mit Hilfe der Keshe-Technologie zu heilen. Da fällt mir ein, als mein Bekannter Frank wegen eines lebensbedrohlichen Darmdurchbruchs im Krankenhaus war, bat er mich, ihm „Heilpads“ (hergestellt mit der Keshe-Technologie) mitzubringen, was ich auch tat, weil mir auch nichts besseres einfiel. Als ich etwas später den Ruf Gottes vernahm, betete ich auch zu Gott um Heilung für ihn. Frank geht es inzwischen wieder gut, und er ist weiterhin überzeugt davon, dass ihm die Keshe-Technologie geholfen hat. Das hatte ich anfangs auch geglaubt (bzw. für ihn gehofft), aber inzwischen glaube ich eher, dass Gott mein Gebet erhört hat. Wenn ich damals schon weiter auf meinem Weg mit Jesus gewesen wäre, hätte ich das besser nutzen können. Vielleicht ergibt sich ja nochmal eine Möglichkeit hierzu.

Wie auch immer – inzwischen bin ich fest entschlossen, mich ganz auf Jesus und auf Gott einzulassen und keine „Umwege“ mehr zu gehen. Ich hoffe nur, dass sich das alles nicht wieder als trügerisch herausstellt, denn dann weiß ich nicht mehr weiter. Ich brauche keinen „eingebildeten Freund“, sondern einen echten, der auch einen tatsächlichen Einfluss auf mein Leben hat. Jesus ist meine einzige Hoffnung.

Heute um 16 Uhr ist Gottesdienst einer Freikirche in meiner Nähe, zu dem ich einmal hingehen werde. Vielleicht habe ich dort die Gelegenheit, auf Menschen zu treffen, die mir weiterhelfen und mich vielleicht in meinem Glauben stärken können.

Heute morgen fiel mir wieder der Traum vom 23.12.2018 ein. Das dort gehörte Lied, das es in Wirklichkeit nicht gibt (nur die Melodie gibt es, aber nicht den Refrain), geht mir seit dieser Zeit immer wieder im Kopf rum. Aber erst heute früh ist mir die Symbolik dieses Traums bewusst geworden (siehe Deutung). Der Traum, so komprimiert sein Handlungsablauf auch war, steckt voller versteckter Symbolik, die mir erst nach und nach aufgeht. Ich glaube fast, dass er mir von Gott geschickt wurde, um mir meinen Weg zu ihm aufzuzeigen.

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