Alles muss raus?

Alles muss raus?

Muss man sich wirklich von allen Gegenständen trennen, die einmal im Zusammenhang mit dem „Okkulten“ standen, auch wenn es sich um eigentlich neutrale Dinge handelt?

Als ich damit begann, mich regelmäßiger mit der Bibel zu befassen, fiel mir auf, dass Gott „Sein Wort“ anscheinend gerne dazu benutzt, um mir Zeichen und konkrete Antworten auf Fragen zu geben. Zum Übersichtsartikel…

Donnerstag, 18. Juli 2019

Silvester 2019 hatte ich damit begonnen, meine Wohnung von allem zu entmisten, von dem ich glaubte, dass es im Widerspruch zum Willen Gottes steht. Dazu gehörten zunächst alle Bücher, Zeitschriften, CDs und Utensilien, die mit Esoterik, Okkultusmus, Grenzwissenschaft und „Spiritualität“ zu tun hatten. Auch eine erst vor kurzem erstandene, nicht gerade billige „Mind Machine“ zur Induzierung veränderter Bewusstseinszustände wurde unbrauchbar gemacht und entsorgt.

Den ganzen „Papierkram“ packte ich in einen Umzugskarton und brachte ihn zum Papiercontainer einer nahegelegenen Wertstoffinsel.

Ich wollte nichts davon verschenken oder verkaufen, damit es nicht noch mehr Unheil stifen konnte. Viele Bücher hatte ich schon im Jahr davor aus Platzgründen ausgemistet und leider in den Shop am Wertstoffhof gebracht, wo sie von anderen günstig erstanden werden konnten.

Später entdeckte ich immer wieder weitere Gegenstände, die mir beim letzten Mal entgangen waren, wie z.B. einige Rosenquarz-Brocken wie ich mal für einen „Engel-Energie-Akkumulator“ gebraucht hatte, oder ein Hufeisen als „Glücksbringer“, das schon immer in dieser und der vorherigen Wohnung über einer Tür hing.

Auch alles, was mit meinem langjährigen „Hobby“ Transkommunikation (Kontaktaufnahme zu Seelen „Verstorbener“ mit Hilfe technischer Apparaturen) zu tun hatte, wurde entsorgt: Stapelweise Magazine, meterweise Aktenordner mit Korrespondenz und technischen Unterlagen, Datenträger und jede Menge Audiocassetten mit Stimmen-Einspielungen, Geräte (auch selbstgebaute) für ITK-Experimente. Nur Geräte, die auch anderen Zwecken dienten und nicht speziell zur ITK, hob ich auf; darunter beispielsweise ein Mischpult, ein Effektgerät und eine aktive Lautsprecherbox.

Am 18.07.2019 hörte ich dann im Bus auf dem Weg zur Arbeit den 2. Teil der Audioreihe „Befreiung vom Fluch“ der 30-teiligen Serie „30 Grundsteine“ von Derek Prince. Bei Wiedergabeposition 51:35 sagt er:

Dann müsst ihr, sechstens, alle Kontakte mit der okkulten Welt abbrechen, seien es eure eigenen oder die eurer Vorfahren. Wiederum seid ihr nicht verantwortlich auch nicht schuldig aber sie beeinflussen euch. Werft alle Gegenstände, durch die ihr Kontakt aufgenommen habt, raus. In der Art wie ich euch das beschrieben habe. Wenn ihr sie ins Haus bringt, bringt ihr auch einen Fluch mit. Wenn ihr diese Schritte getan habt könnt ihr euch schließlich selbst im Namen Jesu lossagen.

Ich überlegte: „Muss ich wirklich alles wegwerfen, das ich einmal für ITK-Versuche verwendet habe, obwohl es sich ja um ganz normale Geräte handelt, z.B. eine normale Aktiv-Lautsprecherbox?“ Ich dachte dabei an die Aussage von Paulus in der Bibel, deren genaue Stelle mir nicht mehr einfiel, wonach es durchaus erlaubt sei, auch Fleisch zu essen, das zuvor auf dem Altar eines Götzen gelegen hatte, denn Fleisch ist schließlich Fleisch. Daraus folgerte ich, dass ich den Lautsprecher nicht wegwerfen müsste, auch wenn ich ihn früher für ITK-Experimente verwendet hatte, denn ein Lautsprecher ist schließlich auch nur ein Lautsprecher.

Und als ob mir Gott dies bestätigen wollte, hörte ich am Nachmittag desselben Tages – also nur wenige Stunden später – genau dieses Bibel-Zitat dann in einer Predigt der Agape-Gemeinschaft München vom 08.09.2017, die ich mir nur deshalb heruntergeladen hatte, weil derselbe Prediger am kommenden Freitag (d.h. am nächsten Tag) wieder predigen würde:

Wenn ein Ungläubiger euch einlädt und ihr hingehen wollt, so esst alles, was man euch vorsetzt, ohne euch ein Gewissen zu machen. Falls aber jemand zu euch sagt: Das ist Opferfleisch!, so esst nicht davon aus Rücksicht auf den, der darauf aufmerksam gemacht hat, und aus Rücksicht auf das Gewissen – das Gewissen des andern meine ich aber, nicht das eigene. Denn weshalb sollte meine Freiheit von einem fremden Gewissen beurteilt werden? Wenn ich in Dankbarkeit am Mahl teilnehme, warum sollte da als Gotteslästerung gelten, wofür ich Dank sage?
– 1. Korinther 10,27-30 (ZB) –

Es schien also grundsätzlich in Ordnung zu sein, etwas zu verwenden, das mit „Götzen“ in Zusammenhang steht, solange es nicht zu diesem Zweck benutzt wird und dadurch nicht das Gewissen eines Anderen belastet wird. Ich werde also den Lautsprecher behalten. 🙂

Nachtrag vom 29.08.2019:

Die heutige Tageslosung aus dem NT war 1. Korinther 8,2-3. Der Kommentar des ERF dazu bezog auch die nachfolgenden Verse mit ein, in denen es ebenfalls um die Frage geht, ob man „Götzenopferfleisch“ essen darf:

Paulus meinte, dass jeder Christ frei sei, das Fleisch zu essen, das den Götzen geopfert wurde. Aber die, für die genau das eine Gewissensbelastung war, verdienten als die „Schwachen“ Rücksichtnahme.

Quelle: Liebe prägt die Erkenntnis – ERF.de
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