Das Kommunionskreuz

Das Kommunionskreuz

Gott antwortet mir durch eine passende Bibelstelle auf die Frage, ob es ihm recht wäre, wenn ich mein altes Kommunionskreuz mit einer Abbildung von Jesus und den beiden Emmaus-Jüngern aufhängen würde.

Als ich damit begann, mich regelmäßiger mit der Bibel zu befassen, fiel mir auf, dass Gott „Sein Wort“ anscheinend gerne dazu benutzt, um mir Zeichen und konkrete Antworten auf Fragen zu geben. Zum Übersichtsartikel…

Samstag, 28. Dezember 2019

Als ich über Weihnachten bei meinen Eltern war, gab mir meine Mutter mein bronzenes Kommunionskreuz von 1977 wieder, das ich später als Jugendlicher zusammen mit anderem „Krimskram“ aussortiert hatte, vermutlich um es zu entsorgen. Sie hatte es die ganze Zeit (über 30 Jahre) verwahrt und meinte, dass es mir jetzt ja vielleicht wieder etwas bedeuten würde. Das Kreuz zeigt die Szene aus Lukas 24,30, als Jesus zusammen mit den beiden Emmaus-Jüngern am Tisch saß und das Brot brach und sie ihn erkannten:

Zu Hause überlegte ich, ob ich es aufhängen sollte. Ich zögerte, denn ich hatte ja erst vor kurzem das selbstgebastelte Auferstehungskreuz aus Holz vernichtet, weil es den auferstandenen Jesus zeigt, was gegen das Bildnisverbot aus 5. Mose 4, 15-16 verstößt. Ich legte es daher erst einmal zur Seite.

Heute früh in meiner „Stillen Zeit“ holte ich es wieder hervor und bat Gott um einen Hinweis bezüglich des Kreuzes. Ich wollte wissen, ob es in seinem Sinne wäre, wenn ich es aufhängen würde.

Laut meinem Bibelleseplan war heute Richter 8 und 9 dran. Dort ging es um Gideon und wie er mit Gottes Hilfe die Midianiter besiegte. Nachdem Gideon dann in Richter 8,23 Gott zum alleinigen Herrscher über Israel erklärte, tat er etwas vollkommen Unverständliches: „[Er] fertigte aus dem [erbeuteten] Gold ein Gottesbild an und stellte es in seiner Heimatstadt Ofra auf. Es wurde ihm und seiner Familie zum Verhängnis. Ganz Israel betete das Bild an und brach damit dem Herrn die Treue.“ (Richter 8,27) Ich fragte mich: Was soll denn das? Erst der Sieg durch Gottes Hilfe, und dann das?

Dann fiel mein Blick auf das Kommunionskreuz, das glänzend wie Gold dalag, und ich begriff, dass Gott mir soeben durch diese Geschichte auf meine Frage geantwortet hatte. Wenn ich dieses Kreuz aufhängen würde, dann würde ich genauso unverständlich und widersprüchlich handeln wie Gideon: Nachdem ich durch das Zerstören des hölzernen Auferstehungskreuzes zuerst einen „Sieg“ über die Sünde errungen hatte, wäre das Aufhängen eines noch schöneren Kreuzes mit einer Abbildung von Jesus darauf genauso ein Treuebruch gewesen, wie es das Fertigen und Aufstellen des Gottesbildes durch Gideon war. Ich werde das Kreuz also nicht aufhängen. Was ich damit tun werde, weiß ich noch nicht. Ich habe es zunächst einmal in eine „Krimskram-Kiste“ gelegt…

Man könnte jetzt einwenden, dass es vielleicht nur „Zufall“ gewesen ist, dass ich heute genau dieses Kapitel aus dem AT gelesen habe, und dass ich mir die Episode mit Gideon als scheinbare Antwort auf meine Frage an Gott selber zurechtgelegt habe. Aber bei allem, was ich bisher so an „Koinzidenzen“ erlebt habe, glaube ich nicht an einen Zufall. Erst vor wenigen Tagen las ich in dem Buch „Kannst du mich hören? Auf Empfang sein, wenn Gott redet“ von Brad Jersak etwas, das ich aus eigener Erfahrung absolut bestätigen kann:

Gott gibt uns Fingerzeige, Gott redet tatsächlich – mal auf diese, mal auf jene Weise -, aber allzu oft haken wir das als bloßen Zufall ab.

Als ich auf göttliche Zufälle aufmerksam wurde, passierte mir was Komisches: nicht bloß, dass ich sie öfter bemerkte als vorher, sie geschahen auch öfter.

Ich denke, wenn Gott in uns den Glauben daran findet, dass wir ihn über einen bestimmten Kanal hören werden, dann benutzt er genau diesen Kanal für eine „Ausgießung“ seines Redens. Diejenigen, die ihn suchen, belohnt er mit reichem Erleben in genau den Bereichen, in denen wir es erwarten.

Quelle: Brad Jersak: „Kannst du mich hören? Auf Empfang sein, wenn Gott redet“, S. 58

Seit ich vor 8 Monaten, im April 2019, erstmals bemerkte, dass Gott mir anscheinend Zeichen und Antworten gibt, indem mir bestimmte Bibelverse oder Texte mehrmals kurz hintereinander auf voneinander unabhängigen Wegen „begegnen“, passiert genau dies immer häufiger: Zuerst nur alle paar Wochen, dann alle paar Tage, und manchmal an mehreren aufeinanderfolgenden Tagen oder sogar mehrmals an einem Tag. Allein in den ersten 26 Tagen des Dezembers 2019 gab es 12 solcher Fälle, d.h. durchschnittlich fast alle 2 Tage einer. Das ist schon sehr auffällig. Und in vielen Fällen enthielten die Inhalte dieser Bibelverse oder Textstellen auch eine „Botschaft“, die zu meiner aktuellen Situation passten. Man könnte meinen, dass Gott auf diese Weise versucht hat, mein Vertrauen in diese Form der Kommunikation zu stärken. Ich habe daher keinen Grund, daran zu zweifeln, dass auch die heutige „Koinzidenz“ eine Antwort von Gott auf meine zuvor gestellte Frage gewesen ist.

Ein Gedanke zu „Das Kommunionskreuz

  1. Wer das für Quatsch hält, soll doch selbst mal Gott ein paar Fragen stellen. Z. B.: „Gott, gibt es dich wirklich, wenn ja schick mir ein Zeichen.“
    Nach dem x-ten „Zufall“ merkt auch der ungläubigste dass das keine Zufälle mehr sein können. Klar kann man das abstreiten und sich davor drücken aber das nicht auszuprobieren ist nur ein Zeichen der Angst und Feigheit, dass doch etwas dran sein könnte und dass man sich dann Gott unterwerfen müsste.
    Wer sich traut, siehe z. B. 5. Mose Kapitel 4, Vers 29
    https://www.die-bibel.de/bibeln/online-bibeln/gute-nachricht-bibel/bibeltext/bibelstelle/5.mose4,29
    Und wenn man das allein im stillen Kämmerlein macht, merkt es ja auch kein Mensch, sodass im Falle, dass es Gott doch nicht geben würde, niemand etwas mitkriegt. Also nix zu verlieren.

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